Südtirol: Naja, ich sag mal, wenn sie meinen, sollen sie es tun. Familien sollen jetzt in Südtirol sogenannte Elternbriefe direkt ins Haus geschickt bekommen. Um sich besser in der Welt der Erziehung zurechtzufinden. Wenn das nur gut geht. Jene, die es nicht interessiert, lesen die Post ja sowieso nicht. Einige holen sich vielleicht wirklich ein paar brauchbare Tipps, die anderen brauchen diese Hinweise nicht, weil sie sich eh schon selbst genug vernünftige Gedanken über den Umgang mit ihren Kindern machen. Für eines kann dieses Vorhaben aber sehr nützlich sein: Auch Rechte und Pflichten der Erziehenden werden auf diese Weise an ihr Ziel gebracht. So erinnert man sich auch an jedes Gesuch, das zur Förderung der finanziellen Erholung geeignet ist. Und zumindest gibt die ehemalige Landesrätin für Familie eine zu: Die Elternbriefe sind nicht die Bibel, was heißt, dass ihr Inhalt nicht die einzig gültige Aussage zu bestimmten Themen ist. Der heutige Familienlandesrat Richard Theiner aus dem Vinschgau oberhalb des Meraner Landes findet die Maßnahme genial.